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25. April 2013 4 25 /04 /April /2013 23:22

Philipp schreibt:

 

Stichpunkte für Dienstag

Renassaince (15.-16. Jahrhundert)

Die Zeit der niederländischen Vokalpolyphonie( franko-flämische Niederländische Schule).
Papst wollte zur Gregorianik zurückkehren (Mehrstimmigkeit abschaffen) weil Texte nicht
mehr verständlich waren. Doch Palestrina überzeugte ihn seine Meinung zu ändern, in dem er eine mehrstimmige Messe schrieb mit einem verständlichen Text. Naher bezeichnet man ihn auch als Retter der Mehrstimmigkeit.
Die musikalische Entwicklung fand in den Niederlanden statt.
Messen sind die wichtigsten Gattungen in der Renaissance,  jedoch auch noch später in
Barock
Nur vokale Vertonung  vereinzelt von Orgel begleitet, jedoch eigentlich nicht vorgesehen erst im Barock eigenständige Instrumentalstimmen.
-Hoher Anteil an Vokaltechnik (Gesänge)
-Polyphon (Mehrstimmig)
-Viel „reiner“, klarer und strukturierter

Barock(1600-1750)

-Entwicklung Dur-Moll System
-Ausbildung Harmonielehre
-Technik des „Continospiels“ (bis 18. Jahrhundert gängig) (vgl. Fachbegriffe). (Zeitalter
des „Basso Contino“?)
-Entwicklung der Oper (Zeitalter der Oper)
-Concerto Grosso
Mehrsätzig, reines Orchesterwerk mit Kombi aus Solo und Orchester
Corelli (Italien) und Händel (England) wichtigste Komponisten
Vorläufer des Konzertes
-Vorläufer der Programmmusik, da Gedichte zugrunde liegen.
-Die geschriebenen Noten „spiegeln“ noch nicht das komplette Wer , Interpretationen
der Werke müssen hier behelfen. Erst ab Ende Romantik wird alles aufgeschrieben.
Es gibt Lehrwerke (in der Zeit), wie die Noten interpretiert werden sollen und können.

Fokus wird auf weltliche Musik gelegt, doch es werden auch weiterhin geistliche Kompositionen verfasst.
Die Schwierigkeit liegt darin, dass es keine vollständige Notation gab, nur „historische Aufführungspraxis“ kann dem „realen“ näher kommen
Unterschied zur Klassik
-Schlicht und keine „Verknüpfungen“ zwischen den Formen (nicht „Synthese“)
-„Dacapo“ Form (ABA) Form → Einfach; keine Entwicklung
- Mehr Entwicklungsgedanke in der Klassik
Kurzvergleich:
Renaissance:                                Barock:
Geistliche                                weltliche
Vokal                                    instrumental
Kirchentonarten                            Dur/Moll System
Messe                                    Oper
Polyphon                                homophon
Prima prattica                                secunda prattica
                                    Basso Continuo

 
                                           

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25. April 2013 4 25 /04 /April /2013 23:21

Veit schreibt:

 

Wiederholung 4
Unterschied zwischen Barock und Klassik:
Mit der Klassik beginnt das Zeitalter der Aufklärung (zu dieser Zeit fr. Revolution, Umbrüche), in der Oper geht man eher weg von Heldenepen und hin zur bürgerlichen Thematik (Figaro von Mozart), Solidarität mit der Mittel und Unterschicht, Anteil der geistlichen Musik sinkt weiter.
Gregorianik gibt es bis heutzutage noch. Dabei wird jedoch oftmals eine Orgel als Begleitung eingesetzt.
Frühklassik (Mannheimer Schule)  : erstmals Gedanken über Dynamik.
Liste verschiedene Musikertreffen:
Darmstädter Ferienkurse für neue Musik: Bietet zweijährig Kompositionskurse in Neuer Musik an. Dabei entstehen oft Werkstadtkonzerte. Möglichkeit mit Bekannten Komponisten zusammenzukommen und sich auszutauschen. Nach dem Krieg hatten sie den Gedanken die Entwicklung der Neuen Musik in Deutschland zu leiten
Donaueschingen: Vom Land Baden-Württemberg finanziertes Festival wo oftmals Uraufführungen stattfinden.
Salzburger Festspiele: Schwerpunkt Oper, ursprünglich für Mozart gedacht, führen mittlerweile auch andere Stücke auf.
In Bayreuth wird nur Wagner aufgeführt.
Hörbeispiel:
Uranus und Neptun aus Planets (1914) von Gustav Holst.
Eindrücke: Nicht Funktioinsharmonisch, schwebende Tonalität, Blech dominiert, Frauenchor (nur mit Vokalisen) am Ende.
Resümee: Britischer Impressionismus. Da Bezug zu den außermusikalischen Planeten Programmmusik.
Arie= Sologesangspartie aus einer Oper
Symphonische Dichtung = Darstellung außermusikalischer Sachverhalte mit musikalischen Mitteln. Immer ohne Gesang. Wichtigstes Beispiel: „Also sprach Zaratustra“ von Richard Strauß.

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24. April 2013 3 24 /04 /April /2013 22:03

Julian schreibt:

 

Musik Notizen 24.4.

 

 

   Oratorium: größere, mehrteilige Komposition auf einem geistlichen Text für Solostimmen,   Chor und Orchester. Wird im Gegensatz zur Oper nicht szenisch aufgeführt 

 

   Operette unterhaltend, leichte, lockere Handlung, spielt immer in der Welt der Schönen und Reichen. Komödie unter den Opern, auch mit Tanzeinlagen

   Mitte 19. Jahrhundert: Erste Operetten v. Jacques Offenbach später sehr bekannt: Johann Strauss

   Oper: kein gesprochener Text, eine in Musik gefasste Bühnenhandlung

 

   Musical: Tanz, Musik, Gesang, Musik kann elektronische Instrumente dabeihaben und muss nicht vom klassischen Orchester gespielt werden. Ausstattung! Oper kann auch auf einer nahezu leeren Bühne aufgeführt werden.

   Gibt es erst seit Mitte des 20. Jahrhunderts

 

 

Für Musikhörbeispiele

Zeitliche Einordnung mit Begründung

Gattungseinordnung mit Begründung

polyphon Romantik; Sinfonie, aber merkwürdige Besetzung wegen Klavier und Orgel

Instrumentenkunde: Besetzungen Mahler, Haydn, Mozart

 

   Romantik: Es kommt ein aufgewühltes Gefühl mit rein. Die Romantik ist mehr von Gefühl en durchdrungen als die Klassik, wo sich mehr an Strukturen und Formen gehalten wurde. Extreme dynamische Kontraste. Die Harmonik wird ausgeweitet und dadurch gefühlslastiger. Längere Melodien. Große Besetzungen, auch mit Orgel und Klavier.

   Die Formen der Klassik werden in der Romantik aufgebrochen: Länge der Werke, Besetzungen, die Normen der Klassik werden viel offener behandelt.

   Kontrapunkt: mehrere Stimmen, die unterschiedlich einsetzen in Imitation oder Kanon. Imitation und Kanon sind kontrapunktische Schreibweisen, die nichts anderes als die polyphone Schreibweise sind. Ein Thema, das durch alle Stimmen geht und unterschiedlich verarbeitet wird. z.B. eine Fuge

 

   Sonatenhauptsatzform: Dialogstruktur, Gespräch zwischen zwei Themen, Form als grobe Richtschnur. Es gibt auch viele Komponisten, die sehr frei mit der Sonatenhauptsatzform umgegangen sind. Die zwei Themen werden miteinander verarbeitet und geraten in Konflikt miteinander. Thema geistert durch die Stimmen. Thema ist nur als solches sinnvoll, wenn es eine gewisse Penetranz besitzt.

 

   9. Sinfonie Beethoven: Aufbrechen der Formen durch Verwendung eines Chors, obwohl die Sinfonie eigentlich eine Instrumentalmusik ist.

   Camille Saint-Saëns ist das für Frankreich, was Beethoven für Deutschland ist. „Karneval der Tiere.“

   Hector Berlioz „Symphonie fantastique“

 

 

Yannick schreibt:

 

Musik                                                                                                                                                         24.4.2013
Oper und Oratorium
Bei der Oper wird die Bühnenhandlung in Musik gefasst, im Gegensatz zur Operette wird in der Oper nicht gesprochen. Eine Ausnahme bildet die Zauberflöte, in der gesungen sowie gesprochen wird. Die Zauberflöte wird deswegen als Singspiel bezeichnet. Die Oper beinhaltet im Vergleich zur Operette „ernste“ Themen z.B. Pazival,Tristan und Isolde (Richard Wagner).
Das Oratorium ist eine Oper ohne szenische Aufführung. Der Chor nimmt eine zentrale Stellung ein. Die Themen basieren zu meist auf Texten des Alten und Neuen Testaments.
Operette
Der Text wird gesungen und gesprochen zudem werden in der Operette häufig Tanzeinlagen verwendet. Die Inhalte der Texte sind „leicht“, „komisch“ und basieren oft auf einer Liebesgeschichte. Die Operette dient der Unterhaltung und spielt wie In der „Fledermaus“ von Johann Strauss in der Welt der Schönen und Reichen. Die Operette ist quasi die „Komödie“ in der Musikwelt.
Musical
Während bei der Oper und Operette ein „gewöhnlich“ klassisches Orchester mit „herkömmlichen“ Instrumenten besetzt, eingesetzt wird, werden im Musical elektronische Instrumente und Hilfsmittel verwendet. Das Orchester muss nicht mehr zwingend „klassisch“ besetzt sein. Mehr als in der Operette werden im Musical vermehrt Tanzeinlagen verwendet. Die Ausstattung eines Musicals ist meistens sehr „bildlich“. Beispiel sind „Poggy and Bess“ und König der Löwen.

Musikbeispiel:
a)Höreindruck: Auffällig waren die Laustärke und die Besetzung. Dynamisch befand sich das Stück fast nur im „Forte“ – „Fortissimo“  Bereich. Zu hören waren zudem kurze Solostellen von Blasinstrumenten. Die Besetzung des Orchesters war deshalb „außergewöhnlich“, weil eine Orgel und ein Klavier zu der Besetzung gehörten. Weiterhin war über die Höranalyse zu ermitteln, dass in dem Stück Kontrapunktische (Kontrapunkt siehe unten) und motivisch thematische Arbeit angewandt wurde.
b)Aufgrund der „ausgeweiteten“ Besetzung des Orchesters und der dynamischen Extremität, lässt sich das Stück in die Romantik einordnen. Charakteristisch für die Romantik war das überwinden von Grenzen und die Steigerung in unermessliche. Zudem ist für die Romantik ein wichtiges Merkmal: das ausreizen der Harmonik (wie auch im Beispiel zu hören war). (Besonders wird dies bei Wagners „Tristan“ ersichtlich, dass man in der Romantik begann, die Funktionsharmonik immer mehr auszureizen). Auch vermittelt die Musik der Romantik starke Emotionen und Gefühle.
Komponist des Beispiels ist „Saint-Saens“ (Wichtiger Komponist für die Franzosen. Saint- Saens ist „Nationalstolz“ der Franzosen). Bei dem Stück handelte es sich um die Orgelsymphonie No.3 in C -minor.
Kontrapunkt:
Kontrapunkt bedeutet „Note gegen Note“. Voraussetzung für einen Kontrapunkt sind mehrere Stimmen. Die Stimmen setzen zeitlich verschieden ein. Die 1. Stimme beginnt mit dem Thema, dann die zweite, die dritte usw. Während die zweite  Stimme das Thema spielt beginnt die erste Stimme mit einem neuen Teil. Das zusammenklingen des neuen Teils der ersten Stimme, mit dem Thema das in der zweiten Stimme gespielt wird, bezeichnet man als Kontrapunkt. Besonderen Ausdruck findet der Kontrapunkt in den Fugen. Man spricht von der „ Kunst der Fuge“. MTJ: bei wem und in welchem Zusammenhang??
 Prägend für eine Symphonie ist, die Anwendung der Sonatenhauptsatzform. Hier ist das wesentliche, dass zwei Themen im „Dialog“ stehen.

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24. April 2013 3 24 /04 /April /2013 22:01

Julian schreibt:

 

Notizen Musik 23.4.

 

   Ordinatorium Einheitliche Texte, die in jeder Messe an der gleichen Stelle vorkommen 

   Proprium Teil in der Messe, der je nach Tag und Fest wechselt

   Bekannte Messen: Beethoven „Missa Solemnis“, Mozart

   Totenmessen: Requiem, Mozart-Requiem (berühmtestes), Verdi - aber eher „Totenoper“

   Die Messe ist die wichtigste Gattung der Renaissance - bleibt auch wichtig

   Renaissance: Vieles in der Musik spielt sich in den Niederlanden ab, weil großes Staatsgebiet und große Militärmacht

   Da Palästrina, Orlando di Lasso wichtigste Komponisten aus der Spätrenaissance übernehmen Technik aus Holland

   Zeit der franko-flämische/niederländischen Vokalpolyphonie Polyphonie als der wichtigste Element dieser Zeit

 

   Colla parte: Instrument spielt Gesangsstimmen mit

   Messevertonung mit Instrumentalmusik erst im Barock

   mittelalterliche Musik rein polyphon, genauso wie die komplette Musik der Renaissance

   Man hat aus dieser Zeit keine Partituren, man weiß nicht wie komponiert wurde.

   Nur einzelne Stimmen auf einem Blatt notiert - nicht als Partitur.

   Außerdem wurde nur in Mensuralnotation komponiert (ohne Takte)

   Da Palästrina noch heute sehr bekannt und oft in Kirchen gesungen, allerdings umgeschrieben, weil die Einstudierung in Mensuralnotation sehr schwer ist

   Musik streng polyphon bis ca. 1600 - bis Monteverdi.

   Dieser fängt an in Harmonien zu denken. Es kommt eine andere Art von Musikdenken dazu (Seconda Prattica). Barock und Renaissance davor nennt Monteverdi Prima Prattica.

   Seconda Prattica setzt sich durch

   Die Dur-Moll-Tonalität ausgebildet.

   Basso Continuo: tiefste Stimme, zu der noch ein, oder mehrere Akkordinstrument/e dazukommen, die aber nicht notiert sind. 1600-1800 sehr gängig und üblich. Neue Klangfarben können erzeugt werden.

 

   Barock (1600-1750): wichtigste neue Gattung: Oper Zeitalter der Oper

   Aber auch Basso Continuo Zeitalter, wegen Neueinführung

   Concerto Grosso: Orchesterwerk aus Soloinstrumenten und großem Orchester. Meistens 2 Geigen gegen Orchestergruppe daraus entwickelt sich das Konzert

   Bekannteste Komponisten: Corelli in Italien, Händel in England

 

pizz. = gezupft

con l‘arco oder nur arco= gestrichen

 

   Wir wissen aus dem Barock, dass das, was wir an Noten haben, nicht das ist, was erklang

   Vivaldi - Vier Jahreszeiten: 3 verschiedene Versionen. Zusätzliche Noten und Triller eingespielt, obwohl nicht in den Noten stehend   erlaubt, sogar erwünscht.

 

   Erst ab ca. 1800 steht mehr und mehr in den Noten, vorgegeben von den Komponisten

   Im Barock aber nicht. Es ist längst nicht alles aufgeschrieben, was gemacht wird. Es wurde viel verziert. Es gibt sogar Lehrbücher, die zeigen, bei welchen Akkorden was verziert werden kann. Jedoch regionale Unterschiede der Lehrbücher. Es gibt also Bücher darüber, wie man Dinge spielt, die nicht dastehen. Die Notation war noch nicht so vorhanden, wie wir es heute kennen.

   Bei den Stücken des Barocks ist den Musikern also auch heute „Verzierungsspielraum“ gelassen. Schwierig: Ab wann fängt eine Interpretation an?

   Bei Barockstücken ist es vorprogrammiert, dass verschiedene Dirigenten, verschieden dirigieren.

   Historische Aufführungspraxis: Versuch der Annäherung an vergangene Musikepochen. Studieren der Stimmmethodik, der Instrumente, der Verzierungslehre. Versuch der Rekonstruktion - Es gibt sogar spezielle Studiengänge dafür.

 

 

 

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24. April 2013 3 24 /04 /April /2013 05:55

Jannika schreibt:

 

Mittelalter

 

Die Epoche des Mittelalters wird in der Musik in 5 bis 6 Epochen unterteilt.

1) Die Zeit der Gregorianik mit vorwiegend einstimmiger Musik

2) Die St-Martial-Epoche

3) Die Zeit der Notre-Dame-Schule in der sich die mehrstimmige Musik entwickelte

4) die Ars Antiqua

5) Die Ars Nova, bzw in Italien die Trecento Epoche

6) die letzten 20 Jahre der Ars Nova werden teilweise auch als Ars subtilior bezeichnet

 

In der Epoche des Mittelalters war alles durchkonstruiert und durchmathematisiert. Die ganze weltliche Musik des Mittelalters ist einstimmig.

 

Notre-Dame-Epoche:

In dieser Epoche entstand die Zweistimmigkeit,in welcher beide Stimmen unabhängig voneinander gespielt wurden.

Perotin und Leonin sind die ersten Komponisten der mehrstimmigen Musik.

Mit der Mehrstimmigkeit tritt die Notwendigkeit auf alles zu fixieren um es erst dann komponieren zu können.

 

Der Schritt zur Mehrstimmigkeit: 

Der Schritt zur Mehrstimmigkeit erfolgte dadurch, dass man eine Stimme um eine Quinte heraufsetzte.

So entstand zu Beginn eher eine parallele Einstimmigkeit.

Dieser Schritt erfolgte in Paris.

Sobald man mehrstimmig singt, muss man sich auch rhythmisch organisieren. So kam es zur Entwicklung der Schrift, um alles festzuhalten. Anfangs hielt man es nur mit Punkten und Strichen fest, welche sich frei schwebend über einzelnen Wortteilen als Hilfe befanden. Neumen.

Es folgte die erste Notenlinie auf c und darauf die zweite Notenlinie auf f.

Neumen ohne Linie: adiasthematisch

Neumen mit Linie: diasthematisch

Später entwickelte sich eine dritte und vierte Notenlinie. Darauf folgte eine Rhythmusstruktur, welche sich an der Sprache orientierte.

Den Noten wurden je nach Zusammenhang verschiedene Werte zugeordnet was man als  Mensuralnotation bezeichnet. Dies war sehr komplex und schwierig.

Ideal war die Dreiteilung, imperfekt die Zweiteilung.

Später wurde all das Komplexe jedoch etwas vereinfacht.

 

Im weltlichen bildet sich die Mehrstimmigkeit ab der Renaissance so langsam weiter aus.

 

Wichtige Daten:

1200: Entwicklung der Mehrstimmigkeit

1600: Dur-Moll-System / Harmonielehre

1900: Weg in die Atonalität

 

 

Minnegesang:

Der Minnegesang ist eine eigene Form des Mittelalters.

Er bezieht sich auf die höhere Minne und ist einstimmig.

Einige Komponisten dieser Zeit sind: Oswald von Wolkenstein, Walter von der Vogelweide und Neidhart von Reuental.

Diese dichteten und vertonten und schrieben nur die Texte auf. Die  Melodien wurden mündlich weiter überliefert.

Noten hatten zu dieser Zeit nur die Kirchenlieder.

 

Die Heidelberger Liederhandschrift (Kodex Manesse) beinhaltet Lieder und Bilder der Zeit der Mittelalters.

 

Kirchentonarten:

Die Kirchentonarten sind die absolute Grundlage für alles.

Zu dieser Zeit gab es die acht Kirchentöne.- Eine Tonart ist definiert durch:

- die Lage der Ganz- und Halbtonschritte.

- das Verhältnis von Finalis zum Ambitun. Finalis ist der Haupt- oder auch Grundton und liegt bei den normalen Tonarten unten und bei den Hypotonarten in der Mitte.

- die Lage von repercussio/Rezitationston

- bestimmte Melodiewendungen (clausulae)

Kirchentonarten kommen auch in der Romantik vor, wenn es um etwas geistliches geht.

 

 

 


Dionysos 

 

Für das Libretto Dyonisos fasste Wolfgang Rihm Texte von Nietzsche zusammen.

"Die Worte sind von Nietzsche, der Text ist von mir" , so sagte er.

In der Oper werden vier verschiedene Charaktere der gleichen Person in jeweils anderem Alter gezeigt. Die Charaktere werden N. genannt, welchen man mit Nietzsche in Verbindung setzen kann.

Es tauchen zudem auch immer wieder griechische Figuren auf, welche  zugleich aber auch Operfiguren sind, wie z.B. Ariadne.

Ariadne bedeutet im Griechischen auch die Ausweg findende. In der Oper steht sie vielleicht für die Ausweg findende aus dem Labyrinth.

Ein weiteres Beispiel ist Minotaurus (Minosstier), ein menschenfressendes Ungeheuer, welches auf Befehl von König Minos in ein Gefängnis in Form eines Labyrinthes gesperrt werden sollte.

Rihm verarbeitet in seiner Oper einiges, was auch bei anderen Künstlern wiederzufinden ist wie z.B das choralmäßige von Bach und den Wandersmann von Schubert aber auch Richard Strauss wird hier verarbeitet.

 

Die Bedeutung der Suppenteller:

-Absolute Banalität der Alltäglichen,

was einen nicht so befriedigt.

-Immer dieselben Rituale, familiäre Rituale.

 

Nietzsche:

Dem Philosophen Nietzsche warf man vor, dass er zu der Zeit in der die Texte zu Dionysos entstanden, schon verrückt gewesen sei. Jedoch gab es zu dieser Zeit noch keine Psychiatrien und niemanden, der sich damit wirklich auskannte, so kann man schlecht beurteilen, wie weit seine Verrücktheit fortgeschritten war.

Er bezog sich sehr auf Schopenhauer aber entwickelte auch sein eigenes Ding.

Er lebte mit einer pessimistischen Grundeinstellung und war auch etwas nihilistisch und führte kein erfülltes Leben. Jedoch hatte er eine sehr gute Allgemeinbildung.

Die Dreiecksgeschichte mit Cosima Wagner führte dazu, dass durch ihn böse Schriften über Wagner entstanden.

Sein berühmtester Spruch lautet: " Gott ist tot ".

Sein berühmtestes Werk „Zarathustra“ ("Du gehst zum Weibe, vergiss die Peitsche nicht").

 

Rihm: 

Rihm ist einer der Ersten, der sich traute Akkorde mit einzubringen, was man auch in der Oper Dionysos erkennt.

Diese Oper ist ganz typisch für ihn.

Das Orchester übermittelt die Emotionen und löst die Gefühle aus, passend zu der Geschichte die erzählt wird.

Dies kann man auch in der Romantik wiedererkennen.

 

 

 



 

 

 

 

 

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22. April 2013 1 22 /04 /April /2013 22:55

Rebecca schreibt:

 

Wichtige Persönlichkeiten

Johann Sebastian Bach wurde am 21. März 1685 in Eisenach geboren. Er lebte vorwiegend in Weimar und Leipzig und reiste nicht viel. Die wichtigste Gattung des Barock, die Oper (sie wurde im Barock"erfunden"), hat Bach bei seinen Kompositionen überhaupt nicht berücksichtigt, er hat nie eine geschrieben. Er lebte im Spätbarock und knüpfte doch eher an die Renaissance an. Bach schrieb vorwiegend Choräle und Inventionen und vertonte Messen. Besonders für seine motivisch-thematische Verarbeitung ist er "bekannt", obwohl im Barock der Schwerpunkt eigentlich auf dem Gefühl und der Melodie lag.
 
Bekannte Stücke von Bach sind u. a.: die Air (aus einer Orchestersuite), Preludien, das Weihnachtsoratorium (es ist eigentlich nur eine Sammlung von Kantaten, kein Oratorium), die Matthäus- und die Johannespassion (Ereignisse werden anhand der Evangelien dargestellt, es ist ein Sonderfall des Oratoriums, nicht szenisch, aber mit Handlung------------------MTJ: wie war das nochmal genau??), die 6 Brandenburgischen Konzerte (6 Orchesterstücke), die Kantate "Schafe können sicher weiden" und Orgelwerke, da er selbst Organist war und auch die Orgeltechnik weiterentwickelt hat.
Weitere Komponisten des Barock sind: Vivaldi, Händel, Monteverdi, Telemann, Rameau und Lully.
 
Wilhelm Furtwängler (1886 bis 1954) war ein sehr bedeutender Dirigent. Er war lange Zeit Leiter der Berliner Philharmoniker (auch in der Nazi-Zeit), unternahm Konzertreisen durch Europa und Amerika und wurde 1931 künstlerischer Leiter der Bayreuther Festspiele. Furtwängler setzte sich sehr für jüdische Musiker wie z. B. Paul Hindemith ein, weswegen er später entnazifiziert wurde. Fünf Jahre lang war er Operndirektor in Mannheim und hatte einen engen Bezug zu Heidelberg. Hier wurde er auf dem Bergfriedhof begraben.
 
Bruno Walter (1876 bis 1962) war amerikanischer Dirigent deutscher Herkunft und gilt als einer der authentischsten Mahler-Dirigenten. Er war ein Assistent Gustav Mahlers und sein letzter Schüler. Mit der Musik setzte sich Bruno Walter auch gedanklich und philosophisch auseinander.
Gustav Mahler (1860 bis 1911) war ein weltberühmter Dirigent seiner Zeit und lebte erst in Wien und anschließend in den USA. Er komponierte ausschließlich Sinfonien (10 insgesamt, wobei die letzte ein Fragment blieb) und Chorwerke/Lieder. Das Komponieren war für ihn jedoch nur eine Freizeitbeschäftigung, der er in den Pausen des Dirigierens nachging. Die 8. Sinfonie wird auch Sinfonie der Tausend genannt, weil für sie eine sehr große Besetzung notwendig ist. Insgesamt war Mahler menschlich eine eher schwierige Persönlichkeit, seiner Frau z. B. verbot er zu komponieren.
 
Franz Liszt (1811 bis 1886) ist wohl der bekannteste Pianist des 19. Jahrhunderts. Für die Menschen damals war er einer der wichtigsten und prägendsten Pianisten, er war mit Wagner befreundet, mit dem auch seine Tochter Cosima ihre zweite Ehe einging (davor war sie verheiratet mit Hans von Bülow, einem bedeutenden Dirigenten). Liszt schuf die  Gattung der sinfonischen Dichtung, in dem Versuch Musik mit Dichtung zu verbinden, daneben sind seine Klavierwerke sehr bekannt.
 
In Wien wurden um 1900 besonders Mozart, Brahms, Beethoven, Schubert und Strauß aufgeführt. Johann Strauß galt als Walzerkönig und schrieb u. a. "An der schönen blauen Donau" und den "Radetzkymarsch". MTJ: und die "Fledermaus" - läuft gerade am Theater in Heidelberg und ist gut für alle, denen Rihm doch zu philosophisch ist....
 
Toscanini (1867 bis 1957) war einer der wichtigsten Dirigenten des 20. Jahrhunderts.
 
Karlheinz Stockhausen (*1928) war maßgebend an allen Entwicklungen der Neuen Musik beteiligt. Er wirkte vorwiegend in Köln und mit ihm "begann" der technische Einfluss auf die Musik.
 
Jetzt noch ein paar Fachbegriffe:
  - Pentatonik = "Fünftönigkeit", eine Tonleiter die nur aus 5 Tönen besteht, nur aus großen Sekunden und kleinen Terzen, es kommen also keine Halbtonschritte vor (dadurch sind Dissonanzen nicht möglich). Wir begegnen der Pentatonik vor allem in Kinderliedern (Flöte der 1. und 2. Klasse :))
  - Heptatonik = "siebentönig", Tonleiter mit 7 Tönen; es ist dann eine diatonische Tonleiter, d. h. eine Tonleiter bestehend aus einer Mischung aus Halb- und Ganztönen
  - Refrain = die Technik mit Refrains zu arbeiten ist seit dem Mittelalter unter dem Namen "Refraintechnik" bekannt
  - melodischer Krebs = ein Krebs unabhängig vom Rhythmus
  - Alleatorik = Zufallsfaktoren werden mit einbezogen, ab den 70er Jahren
  - Neoklassizismus = Stilmerkmale des 18. Jahrhunderts werden in Neue Musik wieder verwendet (bes. Strawinski und Schostakowitsch)
  - Synkope = Schwerpunktverschiebung
  - ostinato = lange, liegende Töne
  - modulieren = in den Tonarten wechseln
 
Wichtig für Freitag die Hospitationsprüfung: es kommen sehr wahrscheinlich Fragen zur Oper, zur Sinfonie (Aufbau) und zum Unterschied von Oper und Oratorium dran! (MTJ: sehr klug bemerkt)
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23. März 2013 6 23 /03 /März /2013 11:45

Yannicks Handout:

 

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14. März 2013 4 14 /03 /März /2013 13:53

Jannikas Handout:

 

Freie Waldorfschule Heidelberg                             Referentin: Jannika Baumert
Fachbereich Musik            
Abiturjahrgang 2013                                    14.03.2013


Der Einfluss der Industrialisierung auf die Musik des 20.Jahrhunderts


1.  Industrialisierung:
19. Jh. bis in die Gegenwart. Eingeleitet durch eine Vielzahl neuer technischer Erfindungen
Übergang von Agrar- zur industriellen Produktionsweise
Vor der Industrialisierung: Naturgeräusche dominierten; mit der Industrialisierung nahmen die Geräusche in ihrer Art und Vielfalt zu
Neue Geräusche: Atonal, meist polyrhyhmische Muster, zunehmende Lautstärke,Lärmgeräusche wurden undifferenter und dichter


2. Gegensatz: Stille:
John Cage : Stille an sich gibt es nicht ! - Selbstversuch im schalldichten Raum.
Definition: Von STILLE spricht man dann, wenn kein absichtlich erzeugter Ton erklingt.  
LÄRM zeichnet sich durch viele Töne aus, die jedoch  keine Intention ( Absicht ) verfolgen, z. B. das Vorbeifahren von Autos.
SIGNALE  sind Töne, die mit einer Absicht erzeugt werden ( Hund bellt Katze an, Gespräche und MUSIK ).


3. Industrialisierung als Lärmpegel
Überproportionales Verstärken der Signale (bewusst erzeugter Ton ) um sich gegen ansteigenden Lärmpegel durchzusetzen
Ansteigender Lärmpegel wird neurologisch vom Gehirn ausgeblendet


4. Musik als Signal :
        
        A: Physische Möglichkeiten:

Erste instrumentalischen Töne aus Naturmaterialien
Erster Schritt der technischen Entwicklung: Erfindung der Ventile bei Blasinstrumenten → mehr Töne als nur Naturtöne
Nächster Schritt: Metallsaiten auf Streichinstrumenten, Herstellung der Blasinstrumenten aus Blech und Metall Folge: Musik wird lauter
Einsatz von Stahlsaiten hat die Folge → Höhere Töne, schnellere Töne, mehr Staccato
Anwachsen des Orchesters
1920 wurde erstmals das erste elektronische Instrument gespielt ( Ondes Martinaux ), es folgten Ringmodulator und Synthesizer
Ausgleich des zunehmenden Lärmpegels durch Ansteigen der instrumentalen Lautstärke
        
        B: Eine weitere Möglichkeit die emotionale Ebene:
Veränderungen von Harmonien, Rhythmuswechsel und Tempomuster


5. Musik - Komponisten - Werke
Liszt und Mahler: setzten bewusst Dissonanzen ein
Debussy: Schichten von Klängen
Reger: Chromatik (Halbtöne)
Diese Komponisten deuten die Zukunft des 20. Jahrhunderts an

6. Beginnender Expressionismus (für die Musik)
Extreme Lautstärkeunterschiede ( Dynamik )
Extreme Tonlagen (extrem tief / hoch )
Brüchige Melodien ( Spannungsbögen werden nicht mehr aufgelöst )
Ungebundene Rhythmik
Neuartige Instrumente
Komponisten dieser Zeit waren Schönberg, Strawinsky, Hindemith, Bartock


7. Hörbeispiel 1
Strawinsky – Le Sacre du Printemps ( die Heiligkeit des Frühlings )
Eines der energiegeladensten und kraftvollsten Stücke (Ballett ), das jemals komponiert wurde
Bei der Uraufführung in Paris kam es zum größten Skandal in der Musikgeschichte
Harmonik, Motive und vor allem Rhythmus waren fremd
Kein zentrales Motiv sondern ein übereinandergeschichteter Akkord ( 220 mal in dem Stück)
Der Akkord ist Fes-Dur und Es 7
Polyrhythmische Überlagerungen und dauernde Wiederholungen des Rhythmuses waren damals unüblich
Opfertanz: Mädchen tanzt sich zu Tode
Wieviel Menschsein opfert der Mensch der Industrialisierung ?
Wieviel Individuelles und wieviel Freiheit gibt er auf ?


8. Nach dem 1. WK: Schönbergs Einführung der 2-Ton Musik
Edgar Varese setzt bewusst Geräusche in der Musik ein
1920 Einzug der Elektrizität in die Musik
Erfindung der Ondes Martinaux
Musikstücke von Oliver Messiaen galten als Meilenstein für die gesamte elektronische Musik
wichtiger Einfluss auf John Cage und Stockhausen


9. John Cage
Ende zweiter Weltkrieg
Er studiert Harmonielehre bei einem Schüler von Schönberg
Veränderte traditionelle Instrumente ( präpariertes Klavier )
Präpariertes  Klavier mit Nägel, Radiergummi, Holzknochen, nach Münzwurf wahllos zusammengestellt
Einbringung technischer Entwicklung, Plattenspieler mit Messtönen, Radios und anderer Haushaltsartikel
„Imaginary Landscapes“ -  Serie von fünf Stücken entstand


10. Hörbeispiel 2:
Imaginary Landscape Nr 1 – J. Cage
Philosophie: in jedem Gegenstand wohnt eine Seele die wenn er zum erklingen gebracht wird, hervortritt



11. Hörbeispiel 3:
 As slow as possible - J. Cage
Längstes Konzert der Welt ausgelegt auf 639 Jahre, jedes Jahr ein Tonwechsel
nach Zufallsprinzip komponier   ( Summen Gottes)
Gegenteil zur Industrialisierung -  nämlich Entschleunigung




12. Stockhausen
Deutscher Komponist
Weiterentwicklung der 12 Ton Musik (mathematisch in Zahlen und Proportionsreihen aufgebaut )
Wichtiger Vertreter der elektronischen Musik
Technische Mittel: Sinustöne, Tonbänder, Nachhallgeräte, Mikrofone als Instrument, sogar Tontechniker und Hubschrauber wurde als Instrumente eingesetzt


13. Hörbeispiel 4:
„Helikopter Streichquartett“ - Stockhausen
Besetzung: vier Streicher, vier Helikopter mit Piloten, vier Tontechniker, Audio und Equipment
Intention : möglichst große räumliche Distanz zwischen Interpret und Publikum
Räumliche Musik ( rechts, links, oben, unten ) Aufkommen der Stereofonie



14. Die nächste industrielle Revolution
Das digitale Zeitalter (Computer, Handys, Pad´s )
Musik wird zur Massenware
Hämmernde Rhythmen und nochmal ansteigende Lautstärke
Demgegenüber stehen Künstler die neue Wege in der Musik suchen
Durch quotenorientierte  Medien findet Kunst kaum noch in der Öffentlichkeit statt
Oft kommt wirkliche Erneuerung und Erkenntnis aus dem Underground
Die Industrialisierung hat alles fest im Griff









 




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8. März 2013 5 08 /03 /März /2013 09:20

Handout von Benedikt P.:

 

Musik gegen die Vietnam Krieg

Vietnam Krieg

1965 schickten die USA ihr Militär in den Süden Vietnams, um diese im Bürgerkrieg gegen die kommunistischen Nord-Vietnamesen zu unterstützen. Der Krieg kann als Fortführung des Kalten Krieges bezeichnet werden, da Nord-Vietnam mit Waffen und anderem Material von der UdSSR unterstützt wurde. Durch die neuen militärischen Mittel, insbesondere Napalm, zählt der Vietnam-Krieg zu einem der schlimmsten Kriege überhaupt. Jegliche Infrastruktur wurde zerstört, und die skrupellose Vorgehensweise verursachte in der Zivil-Bevölkerung großes Leid. Doch auch auf der amerikanischen Seite forderte der Krieg große Opfer, was bedeutete, dass immer jüngere, oft unausgebildete Soldaten nach Vietnam geschickt wurden. Durch die neuen Dokumentations-möglichkeiten bildete sich in Amerika eine Antikriegsstimmung, die großen Einfluss auf das kulturelle Leben hatte.

Der Weg nach Woodstock

Nach dem 2. Weltkrieg zogen sich die meisten Menschen in ihr häusliches Umfeld zurück und die Gesellschaft war sehr konservativ geprägt. Doch die Jugend, die sich gegen das Establishment auflehnte, veränderte einiges. Äußerlich grenzten sie sich durch lange Haare und lässige Kleidung, wie Jeans, ab. Es bildete sich eine neue, pazifistische Gesellschaft, die sozial sowie politisch engagiert war. Die neue Bewegung kann grob in drei Gruppierungen unterteilt werden, die aber durchaus gemeinsame Schnittmengen hatten: die soziale, politische und bewusstseinserweiternde Gruppierung. Alle Gruppierungen hatten jedoch eins gemeinsam: die Musik. Die soziale Gruppierung lehnte sich gegen die bestehenden Konventionen auf, die ein fröhliches und freies Leben für sie unmöglich machten. Man traf sich im Park und spielte die neu aufkommende, einfache Musik, die jedermann lernen konnte und diskutierte über die verschiedenen sozialen Probleme. Durch ihre Vorbilder, wie Che Guevara, bildete sich eine Musikrichtung, in der die Melodie immer minimalistischer wurde und im Vordergrund politische Texte standen. Später bestanden ihre Texte aus rezitierten Texten, die durch einfachste Musik begleitet wurde. Am erfolgreichsten waren die „Protestlieder“ z.B. von Joan Baez, die Country- und Folk Musik vermischte. Diese gehören zu den einfachsten Musikstilen, die Songs gehen zu 95% nicht über mehr als 4 Akkorde hinaus und sind immer in den einfachsten Tonarten D, E, A oder G gespielt. Auch ein Tonartwechsel findet nicht statt. Die bewusstseinserweiternde Gruppierung nutzte die ausgefallensten Dinge, um neue Erfahrungen machen zu können und diese der Menschheit zu vermitteln. So entstand der Psychedelic-Rock. Als wesentliche Gemeinsamkeit der Künstler des Psychedelic-Rocks lässt sich die Verwendung neuer und ungewöhnlicher Klänge feststellen, sowie der experimentelle Umgang mit Songstrukturen, indem sie lange Solis hatten oder ganz improvisierte Parts. Der Psychedelic Rock hätte ohne die neue Technik nicht entstehen können. Dazu gehören das Bandecho, Reverb, Verstärker, Ringmodulatoren, E-Gitarren und das WhaWha-Fußpedal. Für die Psychedelic-Künstler war die Musik keine Unterhaltung, es war eine Erfahrung, die sie durch den Drogenkonsum neu entdecken konnten. Alle neuen Musikrichtungen fielen unter den Namen „Rock“. Die vorher am Politischen eher desinteressierte Jugend wird durch die anarchistische Rockmusik selbst und die Rockmusiker wachgerüttelt. So entwickelte sich Pazifismus und ein Drang nach Freiheit, der nicht mehr aufzuhalten war. Die neuen oder erweiterten technischen Möglichkeiten, wie die Verbesserung des Audioverstärkers, trugen dazu bei, auf öffentlichen Veranstaltungen und sonstigen Festivals, ein großes Publikum zu unterhalten. Es entstand zum ersten Mal eine funktionale Musik außerhalb des Militärs für das Volk. Der Höhepunkt der Hippie- und Rockkultur findet vom 15-18.Aug.1969 auf einer Farm in Bethel bei New York statt: das Woodstock-Festival. Anwesend waren 32 Bands und Solisten aus den Musikrichtungen Rock, Folk, Soul und Blues. Die wohl bekanntesten anwesenden Künstler waren Joan Baez, Jimi Hendrix, Joe Cocker und The Who. Das Woodstock-Festival gilt als eines der bedeutendsten Festivals aller Zeiten. Bei einer Menschenmenge von ca.500.000 Leuten wurde keine Gewalttätigkeit dokumentiert. Es war ein Zusammenkommen und ein friedliches Protestieren, vor allem gegen den Vietnamkrieg, gemeinsam mit der Musik. Auch wenn man die Bewegung in drei Gruppen unterteilen kann, führt Woodstock sie alle zusammen.

Die Entwicklung der Musik bis in die späten 60er

Die Musik des letzten Jahrhunderts bestand größten Teils aus Versen; Refrains gab es nur wenige, und wenn es welche gab, wurden sie kurz gehalten. Anfang dieses Jahrhunderts wurde der Vers und der Refrain gleichberechtigt. Erst bei dem Rock ´n´ Roll und der bei Rockmusik wurde der Refrain bedeutender als der Vers. Als der Blues durch die Verschmelzung der 5-tönigen Musik der Afrikaner und der 8-tönigen Musik der Amerikaner entstand, wurde dieser in England durch die Verschmelzung englischer Volkslieder, unter dem Einfluss von Rock ´n´ Roll, weiter entwickelt zur Rockmusik. Dadurch enthält die Rock Musik melodische und rhythmische Elemente des Blues sowie der traditionellen englischen Musik. Im instrumentalen Bereich kommen elektrische oder akustische Gitarren, E-Bass, Schlagzeug, Keyboards oder Klaviere und unter anderem auch Saxophon, Trompete oder Posaune zum Einsatz. Vom Rock´n´Roll unterscheidet sich die Rockmusik im Rhythmus. Die Achtelnoten werden bei beiden Musikformen unterschiedlich gespielt. Beim Rock´n´Roll spielt man diese zwischen den Beats leicht nach hinten verschoben. So entsteht ein ternärer Rhythmus, den man aus dem Jazz kennt. Bei der Rockmusik werden die Achtelnoten gerade gespielt. Das kennt man bereits von der europäischen Musik. Viele der Musiker kamen aus einfachen Verhältnissen; dadurch hatte Musiktheorie für viele keinen Einfluss auf ihre Musik. Sie wollten mehr ihr Gefühl und ihre Einstellungen ausdrücken, ohne großen musiktheoretischen Hintergrund. Die zwei wichtigsten Gründer der Rockmusik waren die Beatles und Rolling Stones; die einen gelten als Harmonie geprägte Band, die anderen hingegen fallen durch ihren rauen Ton auf. Kurze Zeit später kam die Phase der technisch anspruchsvolleren Themen der Rockmusik durch Jimmy Hendrix. Wie anfangs meist alle neuen Musikrichtungen wurde auch die Rockmusik als skandalös betrachtet. Doch trug dies zu der schnellen Ausbreitung bei, da das Skandalöse das neue Rebellische noch mehr förderte. Der Höhepunkt der Rockmusik findet seinen Ausdruck in der Friedensbewegung gegen den Vietnam-Krieg, wo sich die Rockmusik mit der neuen Hippie Kultur zusammenschließt

 

Quellenverzeichnis:

Literatur:

Die wilden Jahre des Rock n Roll  - Alain Dister

Rock im Sarg – Daniel König

50 Jahre Backstage – Fritz Rau

Woodstock Vision – Elliot Landy

1968 – Süddeutsche Zeitung (Diskothek)

Persönliche Quelle:

Gespräch mit Horst Schnebel

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3. März 2013 7 03 /03 /März /2013 16:21

Veits Handout

 

Biographie von Theodor W.-Adorno

Theodor Wiesengrund Adorno kommt am 11. Sept. 1903, in Frankfurt, auf die Welt. Sein Vater ist der wohlhabende assimilierte Jude Oscar Wiesengrund. Eine große Rolle spielen dafür zwei Mütter. Theodor Wiesengrund Adorno, genannt Teddie besitzt zwei Mütter. Seine leiblich Mutter ist die vormals kaiserliche Hof-Opernsängerin Maria Calvelli-Adorno delle Piane mit korsisch adeliger Abstammung. Seine zweite Mutter ist Agathe, die unverheiratete Schwester von Maria, eine Pianistin. Die zwei Frauen haben in Adorno schon sehr früh seine Leidenschaft für Musik geweckt und ihn als einziges Kind richtig verwöhnt. Der Vater akzeptiert die Musikalität seines Sohnes und zieht sich zurück. Wegen der heilen Welt die um ihn gebaut wird, sind ihm Ablehnung und Kritik an seiner Person zeitlebens fremd. So konnte es passieren, dass Adorno, später, als anerkannter Wissenschaftler, Vorträge, die das Publikum total überforderten, trotz Buhrufen und Unterbrechungen konsequent durchzog und hinterher davon überzeugt war, dem Publikum ein neues Verständnis eröffnet zu haben.

Aus dieser heilen Welt kommend, empfindet Adorno die Schule als belastend. Er überspringt zwar eine Klasse und überall, außer in Mathematik, hat er ausgezeichnete Zensuren, fühlt sich jedoch von seinen Mitschülern extrem gegängelt.

1921 immatrikuliert er sich an der liberalen Universität Frankfurt für Philosophie, Soziologie, Psychologie und Musikwissenschaften. Nebenher arbeitet er als Musikkritiker und nimmt Kompositionsunterricht. 1924 wird seine Dissertation über Husserls Phänomenologie mit summa cum laude bewertet. Danach zieht er nach Wien, um sich dem Kreis der Zweiten Wiener Schule anzuschließen. Bei Alban Berg, zu dem er eine tiefe Freundschaft entwickelt, nimmt er Kompositionsunterricht. Das Verhältnis zu Schönberg ist eher schlecht. Obwohl Adorno Schönberg sein Leben lang als Meister verehrt, entwickelt sich eine unüberbrückbare Antipathie. Schönberg lehnt Adornos philosophische Arbeit über die Neue Musik ab, da er der Meinung ist, dass sie der neuen Musik schaden würde. Ursprünglich hatte Adorno beabsichtigt dem Kreis um Schönberg beizutreten, merkte aber, dass er zu spät gekommen ist. Er geht zurück nach Frankfurt und beginnt mit seiner Habilitation über den Begriff des Unbewussten in der transzendentalen Seelenlehre. Er zieht seine Arbeit jedoch wieder zurück, da sie nicht ausreichend eigene Erkenntnisse beinhaltete. Später, 1931, habilitiert er erfolgreich über Kierkegaard. Er steigt rasch in dem neu gegründeten Institut für Sozialforschung in Frankfurt auf. Aufgrund seiner jüdischen Herkunft wird ihm die Lehrmöglichkeit von den Nazis entzogen, sodass er beschließt nach Oxford zu ziehen. Obwohl er in Deutschland ein anerkannter Dozent ist muss er dort noch ein weiteres Mal eine Doktorarbeit schreiben. Allgemein fühlt er sich nicht als Emigrant bzw. möchte die Vertreibung nicht richtig wahrhaben. Er sieht sich eher als ein Student auf Forschungsreise. Wegen seiner begrenzten Möglichkeiten in England, und um dem Chef des Institutes für Sozialforschung zu folgen, zieht er nach Amerika und beginnt am International Institute of Social Research in New York zu forschen. Die Forschungsweise der Amerikaner lehnt Adorno jedoch ab. Die empirische Forschungsweise war in Europa noch nicht aufgekommen und wurde in Adornos Augen der Erforschung am Menschen auch nicht gerecht. In Amerika war die Forschung sehr konsumorientiert. Beim Institute of Social Research drehte sich das Forschungsinteresse vor allem um Radioprogramme, welche Lieder bevorzugt wurden und wie sich hohe Einschaltquoten erzielen ließen. Dinge die Adorno als Forscher im marxistisch-freudianischen Sinne extrem ablehnte. 1941 siedelt er dann nach Los Angeles in ein von deutschen Emigranten bewohntes Dorf, wo unter anderem auch Arnold Schönberg lebte. Hier schreibt er seine bekanntesten Bücher unter anderem auch „Die Dialektik der Aufklärung“, „Minima Moralia und“ „Die Philosophie der neuen Musik“. 1949 kommt er nach Deutschland zurück und wird einer der wichtigsten deutschen Philosophen. Ende der 60er Jahre kommt es zum Bruch mit der Studentenschaft. Nach der studentischen Besetzung des Institutes und dem anschließenden Prozess fährt er in den Urlaub, wo er am 6. Aug. 1969 an einem Herzinfarkt und stirbt.

Stellung der Musik zur Gesellschaft nach Adorno

Laut Adorno kündigt sich während der Entwicklung der Neuen Musik ein Standortwechsel der Musik an. Die Musik wandelt sich von einem in sich geschlossenen Bild zu einem Verhalten zur Realität, indem die Realität nicht mehr abgeflacht, sondern in ihrer Zerrissenheit abgebildet wird. Diese Annäherung an die Gesellschaft geschieht bei gleichzeitigem Ausschluss aus ihr. In der vorherigen Zeit, also bis zur Entwicklung der atonalen Musik, hatte sich die Musik praktisch von der Gesellschaft losgelöst, indem sie in ihrem Streben nach Perfektion immer komplizierter und abgehobener wurde. Dadurch verlor sie ihren Bezug zur Realität. Dass es Überschneidungen zwischen Musik und Gesellschaftlichem gab, war an der Musik nie so einfach zu erkennen wie in anderen Kunstgattungen. Das lag zum einen an der fehlenden Gegenständlichkeit der Musik, zum anderen war die Musik in gewisser Weise „autonom“ geworden. Die Musik hat sich selbst immer strengeren Regeln unterworfen und sich dadurch immer mehr von der Realität entfernt. Das erlaubt dem Hörer zwar das Eintauchen in die Musik und das ist etwas, was viele an der Musik schätzen. Sie wird so jedoch ihrem Anspruch, Vermittlung in einer heterogenen Gesellschaft zu schaffen, nicht gerecht. Durch diesen Anspruch wiederrum ist es fast unmöglich Musik bestimmten Klassen zuzuordnen. Diese Zuordnung wurde in der Vergangenheit vor allem dazu genutzt unliebsame Musikrichtungen zu diskreditieren. Bis in das 20. Jahrhundert hat es Musik jedoch nur als Produkt der bürgerlichen Klasse gegeben, die versucht die Gesamtgesellschaft widerzugeben. Weder hat die herrschende Klasse eine eigene Musik entwickelt noch hat das Proletariat dergleichen vollbracht. Beide Gruppen, wobei die die herrschende Klasse als Besitzende ungleich wichtiger ist, haben sich an der bürgerlichen Musik bedient und sie für ihre Zwecke eingespannt ( Referat Julian). Aus diesem Grund ist die Abneigung der Neuen Musik nicht dadurch zu erklären, dass sich die Neue Musik etwa gegen sie gestellt hätte und von einer anderen Position ausgehen würde, sondern sie zerstört das ästhetische Gebilde, das über Jahrhunderte durch die Autonomie aufgebaut wurde. Dieses Gebilde das einen trügerischen Eindruck vermittelte, dass es keine Klassenunterschiede gäbe, wurde von innen heraus zerstört. Dabei opfert die Neue Musik ihre Harmonie, da die gegenwärtige Lage in ihrer Zerrissenheit nicht unter einen Hut gebracht werden kann.

Die neue Musik ist also nicht asoziale Musik, als die sie dargestellt wird. Sie ist vielmehr sozial, da sie dem Menschen die Möglichkeit nimmt in die vermeintliche Humanität zu schlüpfen, die nicht existiert und ihn so aus seiner Utopie reißt und ihm die Sachlichkeit vor Augen hält. Anders als die traditionelle Musik, die für neue Situationen alte Lösungen bietet, bereinigt die Neue Musik die Situation für den Hörer. Sie fungiert als Sündenbock und wird ungeschätzt geopfert. Sie verhallt ungehört im Nichts und wird deshalb von Adorno als die wahre Flaschenpost bezeichnet.

 

 

Adorno Neue Musik und Gesellschaft 0001

 

 

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Adorno Neue Musik und Gesellschaft 0003

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