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22. April 2013 1 22 /04 /April /2013 22:55

Rebecca schreibt:

 

Wichtige Persönlichkeiten

Johann Sebastian Bach wurde am 21. März 1685 in Eisenach geboren. Er lebte vorwiegend in Weimar und Leipzig und reiste nicht viel. Die wichtigste Gattung des Barock, die Oper (sie wurde im Barock"erfunden"), hat Bach bei seinen Kompositionen überhaupt nicht berücksichtigt, er hat nie eine geschrieben. Er lebte im Spätbarock und knüpfte doch eher an die Renaissance an. Bach schrieb vorwiegend Choräle und Inventionen und vertonte Messen. Besonders für seine motivisch-thematische Verarbeitung ist er "bekannt", obwohl im Barock der Schwerpunkt eigentlich auf dem Gefühl und der Melodie lag.
 
Bekannte Stücke von Bach sind u. a.: die Air (aus einer Orchestersuite), Preludien, das Weihnachtsoratorium (es ist eigentlich nur eine Sammlung von Kantaten, kein Oratorium), die Matthäus- und die Johannespassion (Ereignisse werden anhand der Evangelien dargestellt, es ist ein Sonderfall des Oratoriums, nicht szenisch, aber mit Handlung------------------MTJ: wie war das nochmal genau??), die 6 Brandenburgischen Konzerte (6 Orchesterstücke), die Kantate "Schafe können sicher weiden" und Orgelwerke, da er selbst Organist war und auch die Orgeltechnik weiterentwickelt hat.
Weitere Komponisten des Barock sind: Vivaldi, Händel, Monteverdi, Telemann, Rameau und Lully.
 
Wilhelm Furtwängler (1886 bis 1954) war ein sehr bedeutender Dirigent. Er war lange Zeit Leiter der Berliner Philharmoniker (auch in der Nazi-Zeit), unternahm Konzertreisen durch Europa und Amerika und wurde 1931 künstlerischer Leiter der Bayreuther Festspiele. Furtwängler setzte sich sehr für jüdische Musiker wie z. B. Paul Hindemith ein, weswegen er später entnazifiziert wurde. Fünf Jahre lang war er Operndirektor in Mannheim und hatte einen engen Bezug zu Heidelberg. Hier wurde er auf dem Bergfriedhof begraben.
 
Bruno Walter (1876 bis 1962) war amerikanischer Dirigent deutscher Herkunft und gilt als einer der authentischsten Mahler-Dirigenten. Er war ein Assistent Gustav Mahlers und sein letzter Schüler. Mit der Musik setzte sich Bruno Walter auch gedanklich und philosophisch auseinander.
Gustav Mahler (1860 bis 1911) war ein weltberühmter Dirigent seiner Zeit und lebte erst in Wien und anschließend in den USA. Er komponierte ausschließlich Sinfonien (10 insgesamt, wobei die letzte ein Fragment blieb) und Chorwerke/Lieder. Das Komponieren war für ihn jedoch nur eine Freizeitbeschäftigung, der er in den Pausen des Dirigierens nachging. Die 8. Sinfonie wird auch Sinfonie der Tausend genannt, weil für sie eine sehr große Besetzung notwendig ist. Insgesamt war Mahler menschlich eine eher schwierige Persönlichkeit, seiner Frau z. B. verbot er zu komponieren.
 
Franz Liszt (1811 bis 1886) ist wohl der bekannteste Pianist des 19. Jahrhunderts. Für die Menschen damals war er einer der wichtigsten und prägendsten Pianisten, er war mit Wagner befreundet, mit dem auch seine Tochter Cosima ihre zweite Ehe einging (davor war sie verheiratet mit Hans von Bülow, einem bedeutenden Dirigenten). Liszt schuf die  Gattung der sinfonischen Dichtung, in dem Versuch Musik mit Dichtung zu verbinden, daneben sind seine Klavierwerke sehr bekannt.
 
In Wien wurden um 1900 besonders Mozart, Brahms, Beethoven, Schubert und Strauß aufgeführt. Johann Strauß galt als Walzerkönig und schrieb u. a. "An der schönen blauen Donau" und den "Radetzkymarsch". MTJ: und die "Fledermaus" - läuft gerade am Theater in Heidelberg und ist gut für alle, denen Rihm doch zu philosophisch ist....
 
Toscanini (1867 bis 1957) war einer der wichtigsten Dirigenten des 20. Jahrhunderts.
 
Karlheinz Stockhausen (*1928) war maßgebend an allen Entwicklungen der Neuen Musik beteiligt. Er wirkte vorwiegend in Köln und mit ihm "begann" der technische Einfluss auf die Musik.
 
Jetzt noch ein paar Fachbegriffe:
  - Pentatonik = "Fünftönigkeit", eine Tonleiter die nur aus 5 Tönen besteht, nur aus großen Sekunden und kleinen Terzen, es kommen also keine Halbtonschritte vor (dadurch sind Dissonanzen nicht möglich). Wir begegnen der Pentatonik vor allem in Kinderliedern (Flöte der 1. und 2. Klasse :))
  - Heptatonik = "siebentönig", Tonleiter mit 7 Tönen; es ist dann eine diatonische Tonleiter, d. h. eine Tonleiter bestehend aus einer Mischung aus Halb- und Ganztönen
  - Refrain = die Technik mit Refrains zu arbeiten ist seit dem Mittelalter unter dem Namen "Refraintechnik" bekannt
  - melodischer Krebs = ein Krebs unabhängig vom Rhythmus
  - Alleatorik = Zufallsfaktoren werden mit einbezogen, ab den 70er Jahren
  - Neoklassizismus = Stilmerkmale des 18. Jahrhunderts werden in Neue Musik wieder verwendet (bes. Strawinski und Schostakowitsch)
  - Synkope = Schwerpunktverschiebung
  - ostinato = lange, liegende Töne
  - modulieren = in den Tonarten wechseln
 
Wichtig für Freitag die Hospitationsprüfung: es kommen sehr wahrscheinlich Fragen zur Oper, zur Sinfonie (Aufbau) und zum Unterschied von Oper und Oratorium dran! (MTJ: sehr klug bemerkt)
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