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24. April 2013 3 24 /04 /April /2013 05:55

Jannika schreibt:

 

Mittelalter

 

Die Epoche des Mittelalters wird in der Musik in 5 bis 6 Epochen unterteilt.

1) Die Zeit der Gregorianik mit vorwiegend einstimmiger Musik

2) Die St-Martial-Epoche

3) Die Zeit der Notre-Dame-Schule in der sich die mehrstimmige Musik entwickelte

4) die Ars Antiqua

5) Die Ars Nova, bzw in Italien die Trecento Epoche

6) die letzten 20 Jahre der Ars Nova werden teilweise auch als Ars subtilior bezeichnet

 

In der Epoche des Mittelalters war alles durchkonstruiert und durchmathematisiert. Die ganze weltliche Musik des Mittelalters ist einstimmig.

 

Notre-Dame-Epoche:

In dieser Epoche entstand die Zweistimmigkeit,in welcher beide Stimmen unabhängig voneinander gespielt wurden.

Perotin und Leonin sind die ersten Komponisten der mehrstimmigen Musik.

Mit der Mehrstimmigkeit tritt die Notwendigkeit auf alles zu fixieren um es erst dann komponieren zu können.

 

Der Schritt zur Mehrstimmigkeit: 

Der Schritt zur Mehrstimmigkeit erfolgte dadurch, dass man eine Stimme um eine Quinte heraufsetzte.

So entstand zu Beginn eher eine parallele Einstimmigkeit.

Dieser Schritt erfolgte in Paris.

Sobald man mehrstimmig singt, muss man sich auch rhythmisch organisieren. So kam es zur Entwicklung der Schrift, um alles festzuhalten. Anfangs hielt man es nur mit Punkten und Strichen fest, welche sich frei schwebend über einzelnen Wortteilen als Hilfe befanden. Neumen.

Es folgte die erste Notenlinie auf c und darauf die zweite Notenlinie auf f.

Neumen ohne Linie: adiasthematisch

Neumen mit Linie: diasthematisch

Später entwickelte sich eine dritte und vierte Notenlinie. Darauf folgte eine Rhythmusstruktur, welche sich an der Sprache orientierte.

Den Noten wurden je nach Zusammenhang verschiedene Werte zugeordnet was man als  Mensuralnotation bezeichnet. Dies war sehr komplex und schwierig.

Ideal war die Dreiteilung, imperfekt die Zweiteilung.

Später wurde all das Komplexe jedoch etwas vereinfacht.

 

Im weltlichen bildet sich die Mehrstimmigkeit ab der Renaissance so langsam weiter aus.

 

Wichtige Daten:

1200: Entwicklung der Mehrstimmigkeit

1600: Dur-Moll-System / Harmonielehre

1900: Weg in die Atonalität

 

 

Minnegesang:

Der Minnegesang ist eine eigene Form des Mittelalters.

Er bezieht sich auf die höhere Minne und ist einstimmig.

Einige Komponisten dieser Zeit sind: Oswald von Wolkenstein, Walter von der Vogelweide und Neidhart von Reuental.

Diese dichteten und vertonten und schrieben nur die Texte auf. Die  Melodien wurden mündlich weiter überliefert.

Noten hatten zu dieser Zeit nur die Kirchenlieder.

 

Die Heidelberger Liederhandschrift (Kodex Manesse) beinhaltet Lieder und Bilder der Zeit der Mittelalters.

 

Kirchentonarten:

Die Kirchentonarten sind die absolute Grundlage für alles.

Zu dieser Zeit gab es die acht Kirchentöne.- Eine Tonart ist definiert durch:

- die Lage der Ganz- und Halbtonschritte.

- das Verhältnis von Finalis zum Ambitun. Finalis ist der Haupt- oder auch Grundton und liegt bei den normalen Tonarten unten und bei den Hypotonarten in der Mitte.

- die Lage von repercussio/Rezitationston

- bestimmte Melodiewendungen (clausulae)

Kirchentonarten kommen auch in der Romantik vor, wenn es um etwas geistliches geht.

 

 

 


Dionysos 

 

Für das Libretto Dyonisos fasste Wolfgang Rihm Texte von Nietzsche zusammen.

"Die Worte sind von Nietzsche, der Text ist von mir" , so sagte er.

In der Oper werden vier verschiedene Charaktere der gleichen Person in jeweils anderem Alter gezeigt. Die Charaktere werden N. genannt, welchen man mit Nietzsche in Verbindung setzen kann.

Es tauchen zudem auch immer wieder griechische Figuren auf, welche  zugleich aber auch Operfiguren sind, wie z.B. Ariadne.

Ariadne bedeutet im Griechischen auch die Ausweg findende. In der Oper steht sie vielleicht für die Ausweg findende aus dem Labyrinth.

Ein weiteres Beispiel ist Minotaurus (Minosstier), ein menschenfressendes Ungeheuer, welches auf Befehl von König Minos in ein Gefängnis in Form eines Labyrinthes gesperrt werden sollte.

Rihm verarbeitet in seiner Oper einiges, was auch bei anderen Künstlern wiederzufinden ist wie z.B das choralmäßige von Bach und den Wandersmann von Schubert aber auch Richard Strauss wird hier verarbeitet.

 

Die Bedeutung der Suppenteller:

-Absolute Banalität der Alltäglichen,

was einen nicht so befriedigt.

-Immer dieselben Rituale, familiäre Rituale.

 

Nietzsche:

Dem Philosophen Nietzsche warf man vor, dass er zu der Zeit in der die Texte zu Dionysos entstanden, schon verrückt gewesen sei. Jedoch gab es zu dieser Zeit noch keine Psychiatrien und niemanden, der sich damit wirklich auskannte, so kann man schlecht beurteilen, wie weit seine Verrücktheit fortgeschritten war.

Er bezog sich sehr auf Schopenhauer aber entwickelte auch sein eigenes Ding.

Er lebte mit einer pessimistischen Grundeinstellung und war auch etwas nihilistisch und führte kein erfülltes Leben. Jedoch hatte er eine sehr gute Allgemeinbildung.

Die Dreiecksgeschichte mit Cosima Wagner führte dazu, dass durch ihn böse Schriften über Wagner entstanden.

Sein berühmtester Spruch lautet: " Gott ist tot ".

Sein berühmtestes Werk „Zarathustra“ ("Du gehst zum Weibe, vergiss die Peitsche nicht").

 

Rihm: 

Rihm ist einer der Ersten, der sich traute Akkorde mit einzubringen, was man auch in der Oper Dionysos erkennt.

Diese Oper ist ganz typisch für ihn.

Das Orchester übermittelt die Emotionen und löst die Gefühle aus, passend zu der Geschichte die erzählt wird.

Dies kann man auch in der Romantik wiedererkennen.

 

 

 



 

 

 

 

 

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