Julian schreibt:
Notizen Musik 23.4.
• Ordinatorium → Einheitliche Texte, die in jeder Messe an der gleichen Stelle vorkommen
• Proprium → Teil in der Messe, der je nach Tag und Fest wechselt
• Bekannte Messen: Beethoven „Missa Solemnis“, Mozart
• Totenmessen: Requiem, Mozart-Requiem (berühmtestes), Verdi - aber eher „Totenoper“
• Die Messe ist die wichtigste Gattung der Renaissance - bleibt auch wichtig
• Renaissance: Vieles in der Musik spielt sich in den Niederlanden ab, weil großes Staatsgebiet und große Militärmacht
• Da Palästrina, Orlando di Lasso wichtigste Komponisten aus der Spätrenaissance → übernehmen Technik aus Holland
• Zeit der franko-flämische/niederländischen Vokalpolyphonie → Polyphonie als der wichtigste Element dieser Zeit
• Colla parte: Instrument spielt Gesangsstimmen mit
• Messevertonung mit Instrumentalmusik erst im Barock
• mittelalterliche Musik rein polyphon, genauso wie die komplette Musik der Renaissance
• Man hat aus dieser Zeit keine Partituren, man weiß nicht wie komponiert wurde.
• Nur einzelne Stimmen auf einem Blatt notiert - nicht als Partitur.
• Außerdem wurde nur in Mensuralnotation komponiert (ohne Takte)
• Da Palästrina noch heute sehr bekannt und oft in Kirchen gesungen, allerdings umgeschrieben, weil die Einstudierung in Mensuralnotation sehr schwer ist
• Musik streng polyphon bis ca. 1600 - bis Monteverdi.
• Dieser fängt an in Harmonien zu denken. Es kommt eine andere Art von Musikdenken dazu (Seconda Prattica). Barock und Renaissance davor nennt Monteverdi Prima Prattica.
• Seconda Prattica setzt sich durch
• Die Dur-Moll-Tonalität ausgebildet.
• Basso Continuo: tiefste Stimme, zu der noch ein, oder mehrere Akkordinstrument/e dazukommen, die aber nicht notiert sind. 1600-1800 sehr gängig und üblich. Neue Klangfarben können erzeugt werden.
• Barock (1600-1750): wichtigste neue Gattung: Oper →Zeitalter der Oper
• Aber auch Basso Continuo Zeitalter, wegen Neueinführung
• Concerto Grosso: Orchesterwerk aus Soloinstrumenten und großem Orchester. Meistens 2 Geigen gegen Orchestergruppe →daraus entwickelt sich das Konzert
• Bekannteste Komponisten: Corelli in Italien, Händel in England
pizz. = gezupft
con l‘arco oder nur arco= gestrichen
• Wir wissen aus dem Barock, dass das, was wir an Noten haben, nicht das ist, was erklang
• Vivaldi - Vier Jahreszeiten: 3 verschiedene Versionen. Zusätzliche Noten und Triller eingespielt, obwohl nicht in den Noten stehend → erlaubt, sogar erwünscht.
• Erst ab ca. 1800 steht mehr und mehr in den Noten, vorgegeben von den Komponisten
• Im Barock aber nicht. Es ist längst nicht alles aufgeschrieben, was gemacht wird. Es wurde viel verziert. Es gibt sogar Lehrbücher, die zeigen, bei welchen Akkorden was verziert werden kann. Jedoch regionale Unterschiede der Lehrbücher. Es gibt also Bücher darüber, wie man Dinge spielt, die nicht dastehen. Die Notation war noch nicht so vorhanden, wie wir es heute kennen.
• Bei den Stücken des Barocks ist den Musikern also auch heute „Verzierungsspielraum“ gelassen. Schwierig: Ab wann fängt eine Interpretation an?
• Bei Barockstücken ist es vorprogrammiert, dass verschiedene Dirigenten, verschieden dirigieren.
• Historische Aufführungspraxis: Versuch der Annäherung an vergangene Musikepochen. Studieren der Stimmmethodik, der Instrumente, der Verzierungslehre. Versuch der Rekonstruktion - Es gibt sogar spezielle Studiengänge dafür.