Benedikt P. schreibt nach seinem Referat:
Claude Debussy
Claude Debussy wurde am 22.August.1862 in Saint Germain-en-Laye in einfachen Verhältnissen geboren. Er war das erste von 5 Kindern, er liebte die Natur und ging dadurch, als sie aus finanziellen Gründen nach Paris zogen, oft zu seinem Paten aufs Land. Musik hatte keinen großen Stellenwert im Hause Debussy, doch manchmal nahm in sein Vater mit zu einer Operette. Sein Pate ermöglichte ihm auch seine ersten Klavierstunden. So wurde Madame Mauté de Fleurville auf ihn aufmerksam und finanzierte ihm eine Musikausbildung, wodurch er dann im Pariser Konservatorium landete, wo er Unterricht in Klavier und Harmonielehre bekam. Debussy war ein sehr rebellischer Schüler, da er nie die Aufgaben der Lehrer befolgte, doch wegen seines hohen Talents wurde er des Konservatorium verwiesen. (MTJ: ???)
Von 1881-1882 war er Hauspianist bei Nadeschda von Meck; sie war eine begeisterte Musikliebhaberin und unterstützte auch Tschaikowski. Er unternahm viele Reisen mit der Familie und gab Nadeschda von Mecks Kindern Klavierunterricht. Im Konservatorium zurück, gewann er den 1. und den 2. Prix de Rom, was ein Stipendium für Komposition in einer Villa in Rom für 3 Jahre bedeutete. Als er 1885 nach Rom geht, kehrt er schon nach 2 Jahren wieder zurück da er sehr unzufrieden war und mit der italienischen Lebenshaltung nicht zurecht kam. Nach seiner Rückkehr besuchte er oft Bayreuth, da er ein großer Fanatiker von Wagner war. Doch bei der Musik Weltausstellung in Paris beeindruckte ihn eine ganz neue Musik, die javanische Gamelan-Musik. Sie inspirierte ihn sehr, welches man auch an manchen seinen Stücken hört. 1893 schrieb er seine einzige vollendete Oper „Pelléas et Melisande“ welche 1902 uraufgeführt wurde. Zu dieser Zeit war er mit Gabrielle Dupont liiert, doch die Beziehung lief nicht sehr gut. Claude Debussy befand sich in einer Art seelischen Krise und auch die finanzielle Lage der Beiden war nicht sehr gut, da Gabrielle Dupont aus einfachen Verhältnissen stammte und Debussy sein Geld noch nicht mit der Musik verdienen konnte. Als er Rosalie Texier kennen lernte, welche auch aus einfachen Verhältnissen stammte, wurde sein Zustand anfangs besser, doch schon bald nach der Hochzeit 1899, wurde die finanzielle Lage wieder kritisch und die Beziehung fing an, auseinander zu klaffen. Wegen seiner finanziellen Lage fing er an unter dem Pseudonym Monsieur Croche Musikkritiken zu schreiben welche sehr kritisch und verletzend formuliert waren (MTJ: das sollte umformuliert werden, denn die Leser hatten ja durchaus ihr Vergnügen). 1901 lernt er Emma Bardock kennen, eine Bankiers Tochter, schon bald entsteht ein Verhältnis zwischen den Beiden, welches Rosalie Texier 1904 erfuhr. Sie machte einen Selbstmordversuch, der missglückte. Wegen der Presseaufrufe gegen Debussys Verhältnis flohen Emma Bardock und Debussy auf die Insel Jersey. Als sich die Aufruhen gelegt hatten zogen Debussy und Emma Bardock wieder nach Paris. 1905 kam ihr gemeinsames Kind auf die Welt (Emma). Als der erste Weltkrieg ausbrach bildete Debussy einen starken Patriotismus aus, er wollte seinem Land etwas Gutes tun, was er durch Marschkompositionen vollbrachte. 1915 machte sich ein starkes Krebsleiden bemerkbar, welches auch durch eine Operation nicht gestillt werden konnte. 1917 gab er sein letztes Konzert, indem er schon stark geschwächt war, für eine Hilfsorganisation. Am 26.März 1918 starb er an Krebs in Paris. Seine Zeitgenossen beschreiben ihn als sehr beeindruckende Persönlichkeit, er achtete immer sehr auf sein Aussehen und wirkte sehr höflich und vornehm. Er arbeitete sehr strukturiert, wenn seine Arbeit nicht klappte, überkamen ihn Wutausbrüche. Er war sehr sensibel und spielte deshalb vor allem auch seine eigenen Stücke nicht sehr gerne in der Öffentlichkeit.