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Alte Kulturen

Julian schreibt:

 

Warum machen die Menschen Musik ?

 

ñ     Musik erhellt das Herz.

ñ     Mit ihr lassen sich Gefühle ausdrücken.

ñ     Zur Lobpreisung Gottes.

ñ     Früher wurde sich in einigen Kulturen durch die Musik in Trance versetzt um Kontakt mit der jeweiligen Gottheit aufzunehmen.

ñ     Schon lange gibt es die Musiktherapie, mit der Menschen durch Musik geheilt werden.

ñ     Vor allem im Mittelalter hatte die Musik die Rolle der Unterhaltung.

ñ     Auch zur Kommunikation wurde die Musik in Form von Trommeln z.B. genutzt.

 

 

Was war zuerst: Musik oder Rhythmus ?

(MTJ: Rhythmus ist keine Musik?????)

Eine Melodie kann ohne Rhythmus nicht existieren, denn der Rhythmus bestimmt wie lange die Töne dauern sollen. Als im Jahre 1000 n. Chr. die Harmonien dazukommen sind Melodie und Rhythmus von da ab leichter zu strukturieren.

 

 

Musikgeschichte

Die einfachste Methode Musik zu machen, ist eindeutig das Trommeln. Man kann auf so gut wie alles einen Rhythmus trommeln, so auch schon die Menschen in der Steinzeit. Man hat auch einige Flöten aus Knochen gefunden. Das Problem ist, dass in der gesamten Musikgeschichte wenige Kulturen ihre Musik aufgeschrieben haben. Es wurde nur von Generation zu Generation weitergegeben, so dass die logische Konsequenz daraus ist, dass dies irgendwann verebbt. An der Flöte aus der Steinzeit kann man aber das Tonsystem und die meist benutzten Töne feststellen, so dass man wenigstens ein ungefähres Bild von dem Tonsystem dieser Zeit hat, auch wenn das noch keinerlei Hinweise auf die Musik gibt. So gab es auch viele Wandmalereien. Auf diesen Bildern waren die Instrumente abgebildet, mit denen gespielt wurde, wie sich die Musik angehört hat, kann man dadurch natürlich trotzdem nicht feststellen.

Später, zur Zeit der Schriftkulturen, lässt sich mithilfe z.B. von Rechnungsbüchern zumindest der Stellenwert der Musik in dieser Zeit bestimmen. Hatte dieser oder jener Hof ein Orchester, waren bei dieser oder jener Kirche/Tempel Musiker angestellt. Auch gibt es immer wieder Beschreibungen von Musik; oder man kennt die Gelegenheiten, bei welche diese zum Beispiel bei Zeremonien eingesetzt wurde. Heutzutage wird auch noch viel bei den Naturvölkern geforscht um so eventuell Schlüsse auf die Musik der früheren Völker zu ziehen.

 

Es lässt sich sagen, dass alle Kulturen Musik mit Intervallen und Tonarten benutzen. So entstand unser Notensystem aus den anderen Kulturen.

 

 

Die erste Tonleiter war die Pentatonische Tonleiter (penta griechisch = 5). Diese Tonleiter hat keine Halbtonschritte, sie besteht nur aus 5 Tönen. Wenn man sie mit unserer heutigen Tonleiter vergleicht, besteht sie aus den Tönen C, D, E, G, A. Diese Tonleiter wurde in den früheren Kulturen oft zum Gesang benutzt. Auch heute machen Kinder ihre ersten Singversuche automatisch in der Pentatonischen Tonleiter.

 

Unsere heutige Tonleiter nennt man die Heptatonische Tonleiter (hepta griechisch = 7), die wie bekannt aus 7 Tönen besteht. In Mesopotamien wurden beide Tonleitern verwendet.

 

Aus der Ägyptischen Kultur ist musikalisch das meiste verloren gegangen, jedoch kann man auf Aufzeichnungen erkennen, dass die Ägypter Leierinstrumente aus Kürbisfrüchten oder Schildkrötenpanzern benutzten. Außerdem hatten sie auch schon eine Laute mit Bund. Auf einigen Schriften ist zu erkennen, dass mit mehreren Instrumenten gleichzeitig gespielt wurde und dass man sogar schon einen Dirigenten hatte.

 

Die Musik von Palästina ist zumindest was die Texte betrifft in der Bibel festgehalten. Die Psalmen in der Bibel sind nichts anderes als Liedtexte, jedoch weiß man natürlich nicht welche Melodie diese Psalmen hatten. Die Psalmen wurden oft von Frauen mit der Leier z.B. begleitet.

 

Die Indische Kultur stellt eine große Ausnahme zu den anderen Kulturen dar: Hier klappte das überliefern der Musik sehr gut. Das Notensystem der Inder ist das mit Abstand komplizierteste und komplexeste Notensystem. Dieses System besteht nicht nur aus Halb- und Ganztönen, sondern auch aus Vierteltönen, so genannte „Shrutis“. Außerdem gibt es für jede Tageszeit und für Anlässe bestimmte Tonarten, die nur bei ihrer zugehörigen Tageszeit oder bei ihrem Anlass benutzt werden darf. Die Indischen Tonarten nennt man auch Ragas. Weil dieses Notensystem so kompliziert ist, funktioniert es nur einstimmig.

 

In China gab es um 2500 v. Chr. außer der Pentatonischen Tonleiter noch 60 weitere Tonarten, von denen heute jedoch nicht mehr viel bekannt sind. Die Besonderheit in China ist, dass ein Orchester beispielsweise nicht nach Instrumenten geordnet aufgestellt wird, sondern nach Material des Instruments (Metall, Holz, Bambus etc.).

 

In Griechenland wurde viel in Schriften festgehalten. Die Musik in Griechenland war streng mathematisch, es gab zu dieser Zeit sogar schon Musiktherapie und bestimmte Stücke wurden z.B. für die Kinder verboten. Die Griechen arbeiteten viel mit Tetrachorden, die immer aus 4 Tönen bestehen. So gab es im alten Griechenland jedoch drei verschiedene Arten von Tetrachorden:

 

Der Diatonische Tetrachord besteht aus zwei Ganzton und einem Halbtonschritt.

 

 Der Chromatische Tetrachord besteht aus einem 1 ½ Tonschritt und zwei Halbtonschritten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Enharmonische Tetrachord besteht aus einer großen Terz und zwei Vierteltönen.

 

 

Ihre Tonarten nannten die Griechen nach Landschaften in Griechenland, so z.B. phrygisch, dorisch.

Die Griechen wurden damit einer der Eckpfeiler für die mitteleuropäische Musikkultur.

 

Ein weiterer dieser Eckpfeiler waren die Kelten. Sie arbeiteten bereits mit Dur-Klängen, hatten Saiteninstrumente und auch schon trompetenähnliche Instrumente. Ein bisschen dieser Musik steckt noch heute in der schottischen bzw. irischen Kultur.  (evt. noch andere ergänzen)

Unsere Musik hat auch viel von der keltischen übernommen. Wobei das Problem ist, dass es weder Schriften noch Abbildungen gibt.

 

Der 3. große Pfeiler war die Arabische Musik. Es wurde viel schriftlich festgehalten und man benutzte ein Hexachordsystem. Diese Hexachorde bestehen aus 6 nicht, wie zuvor bei den Tetrachorden, aus 4 Tönen. Diese Hexachorde wurden auch noch lange in Europa benutzt. Bei der arabischen Musik ist auffällig, dass immer wieder schnelle Melismen vorkommen.

(Melisma= eine Silbe, viele Töne. Gegenteil: Syllabik= ein Ton pro Silbe).

 

Erst mit der Notenschrift kann man Musik rekonstruieren, deswegen ist die Musikgeschichte, im Vergleich zur Kunstgeschichte beispielsweise, sehr kurz.

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A
<br /> Für alle, die das mit den Tetrachorden auch erstmal nicht so verstanden haben:<br /> <br /> http://www.youtube.com/watch?v=PQaZXQLFcOA&feature=related<br /> <br /> es ist ziemlich easy (obwohl in Englisch;)) und man kann es eben auch durchs HÖREN lernen:D<br /> <br /> <br />
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J
<br /> Ich hatte Grafiken eingefügt, die hier im Blog aber auch nicht angezeigt werden...<br /> <br /> <br />
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L
<br /> Lieber Julian, was ist das den für eine Datei die du da einfügen wolltest? Mein Drucker druckt die nicht!<br /> <br /> <br />
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J
<br /> ja ;D Das soll heißen: MELODIE oder Rhythmus. .Bitte wenn möglich korrigieren.<br /> <br /> <br />
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