Overblog Alle Blogs Top-Blogs Mode, Kunst & Design
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU

Werbung

Instrumente/Einführung in die Grundzüge romanischer Architektur

Sophia schreibt:

 

Historische Instrumente

Viele Instrumente sind von Griechenland über Rom nach Mitteleuropa gekommen. Es gab Saiteninstrumente, die von beiden Seiten gespielt wurden. Dabei spielte die linke Hand mit den Fingern und die rechte Hand mit einem Plektron. Die älteren Saiteninstrumente hatten weniger Saiten. Der Bogen hat seinen Ursprung im arabischen Raum. Das Salpinx ist aus Metall und der Vorläufer der Blechblasinstrumente. Später wurden einige Blechblasinstrumente gebogen, somit wurden sie handlicher. Im alten Rom gab es sogar schon Orgeln, die mit Wasser betrieben wurden, wodurch der Luftdruck in den Pfeifen stabil gehalten wurde. Diese wurden im Stehen und mit den Fäusten gespielt, daher kommt auch der Ausdruck "man schlägt die Orgel". Das Monochord hat nur eine Seite und wurde daher nur zu physikalischen Versuchen genutzt. (siehe Kopien)

Mittelalter:

Die Musik des Mittelalters entstand aus griechischen, keltisch-nordischen und arabischen Strömungen. Die Baustile des Mittelalters waren die Romanik und die Gotik.

Romanik

Ein wichtiges Merkmal der Romanik sind die Rundbögen und die Vierung. Rundbögen haben ihren Ursprung in den römischen Triumphbögen, die für den Triumphzug der römischen Feldherren gebaut wurden. Triumphbögen sind urrömisch, alles andere haben die Römer von den Griechen übernommen.

Als die christliche Kirche Staatskirche war, entnahm man zunächst Häusern und Tempeln die Säulen oder baute vorhandene Gebäude zu Kirchen um.

Eine Basilika hat eine flache Decke und ein langes Kirchenschiff. Kombiniert wurde die Basilika mit Rundbögen, Säulen und der Bauweise eines Kreuzes, sowie einer Kuppel über dem Altarraum, die den Triumphbogen Gottes darstellt, so dass daraus die romanische Kirche entstand.

Die romanische Kirche beruht auf einem Vierungsmaß, das heißt der Altarraum besteht aus einem Viereck mit festgelegten Maßen. Dieses Viereckmaß ist Grundlage für  das Querschiff (jeweils auf beiden Seiten des Altarraumes), sowie zwei oder drei Mal hintereinander im Längsschiff der Kirche. An den Altarraum grenzt ein runder Chorraum, so dass sich als Grundriss ein römisches Kreuz ergibt. Die Höhe der Kirche ist einmal so hoch wie die Vierung. Der Glockenturm stand am Anfang separat von der Kirche, wurde jedoch in der Romanik in den Kirchenbau integriert.

  • Erläuterungen zu den Fotokopien:
  • Vor den Tempeln befand sich früher (z.B: in Ägypten) eine Wartehalle, denn das Volk durfte den Tempel nicht betreten. In der Romanik wurden aus dieser Wartehalle dann der Kreuzgang mit dem Garten.
  • Die Santa Maria Maggiore Kirche in Rom hat die typischen Merkmale einer vorromanischen Kirche im Basilika-Stil.
  • Die Hagia Sophia Kirche in Konstantinopel ist der größte romanische Zentralbau. Der Zentralbau ist in der Ostkirche weit verbreitet. Im Westen gibt es nur wenige Beispiele (am berühmtesten: der Aachener Dom).
  • Der Speyrer Dom ist das größte romanische Bauwerk. Hier besteht das Hauptschiff aus einer Vierung, die beiden Seitenschiffe bestehen jeweils aus einer halben Vierung . Die Höhe des Doms beträgt zwei Vierungen und ist damit insgesamt (Längs- plus Seitenschiffe) so hoch wie der Dom breit ist.

Eine romanische Kirche besitzt durch die Vierung und eine einheitliche Gestaltung und Maße eine Balance. Sie wirkt harmonisch, in sich ruhend und gemütlich, besonders in kleinen Dorfkirchen mit Wandgemälden in Italien fühlt man sich wohl.

Die Einheit spiegelt sich auch in der Philosophie des Mittelalters wieder. Man strebte nach den Rittertugenden, wie z.B. Minne, Mut und Ehre. Die höchste Tugend war jedoch "die Tugend der Maße", ein Idealmaß wurde angestrebt. Die Musik, Architektur, Malerei, Bildhauerei und Buchtexte und somit die gesamte Kultur existierten damals nur für die Kirche und die Klöster. Auch die „moderne“ Kultur fand in der Kirche statt. Die Kultur stand nur insoweit den Adeligen zur Verfügung, dass sie Musiker hatten, die abgewandelte Kirchenmusik machten, da sie gereist sind und sich nur selten auf ihren Residenzen befanden. Stiftete man den Bau einer Kirche, tat man dies für folgende Generationen und der Wichtigkeit der Kirche wegen. Der Stifter wurde meistens in Form einer idealisierten Stifterfigur in der Kirche verewigt.

Die Musik mag wohl erhaben, ruhig, gemäßigt geklungen haben, außerdem musste der Klang des Raumes berücksichtigt werden.

Werbung
Zurück zu Home
Diesen Post teilen
Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post