Rebecca schreibt:
Johannes Brahms Johannes Brahms wurde am 7. Mai 1833 in Hamburg in einer recht einfachen Familie geboren. Sein Vater war Hobbymusiker und Brahms selbst bekam mit 7 Jahren seinen ersten Klavierunterricht. Schon im Alter von 13 Jahren musste er mithelfen, für die Familie Geld zu verdienen und trat nachts in der Öffentlichkeit auf. 1853 verließ der junge Brahms Hamburg und lernte auf seiner Tournee den Geiger Joseph Joachim kennnen. Durch ihn gelangte Brahms zu Schumann, mit dem er eine enge Freundschaft begann. Durch ihn wurde Brahms "über Nacht" bekannt, denn Schumann schrieb in seiner Zeitschrift, dass Brahms ein junger, motivierter Komponist sei und die Meinung von Schumann wurde sehr geachtet. Brahms lebte eine Zeit lang bei Schumann und es entwickelte sich eine enge Freundschaft zwischen ihm und Schumanns Frau Clara. 1856 kam Brahms an den Kurfürstenhof Detmold (noch heute eine bekannte Musikhochschule) und ein Jahr später wurde er dort Hofmusikdirektor, was eine große Auszeichnung war. 1858 verlobte sich Brahms mit Agathe von Siebold, doch er trennte sich bald wieder von ihr. In seinem ganzen Leben heiratete er nie, auch hatte er keine Affären, er blieb jedoch immer in Briefkontakt mit Clara Schumann. Im Jahre 1868 zog Brahms nach Wien und ließ sich dort nieder. Er wurde der Chef der Singakademie und war von 1872-75 Dirigent der Musikfreunde in Wien. Er lebte als freier Musiker und Komponist und verdiente auch ohne eine feste Anstellung sehr gut seinen Lebensunterhalt, da er schon von Anfang an einen guten Verleger hatte. Brahms schrieb alle Gattungen (auch Volkslieder wie z. B. "Guten Abend gute Nacht"), außer der Oper, was etwas verwunderlich ist, da man vor allem mit Opern gut verdiente. Am erfolgreichsten war er als Pianist, wurde aber auch als Komponist und Dirigent in der Öffentlichkeit sehr bewundert. In seinem Leben erhielt Brahms viele Preise, unter anderem den Ehrendoktor aus Cambridge. Brahms starb 1897 im Alter von 64 Jahren an Leberkrebs in Wien, wo er auch beigesetzt wurde. Er war in vielen Städten gewesen, unter anderem ein halbes Jahr in Heidelberg (Ziegelhausen), ihm mangelte es nie an Geld. In den 90er Jahren war neben ihm Johann Strauß sehr tonangebend in Wien. Brahms ist mit Beethoven, Mozart und Schubert der Liebling der Wiener. Als Mensch war er recht umgänglich, jedoch etwas reserviert. Er ist einer der ersten, von dem wir Fotos haben.
Hörbeispiele:
Requiem (=Totengesang) von Brahms Ein Stück ist ein Requiem, wenn der Text aus der lateinischen Totenmesse darin vertont wird. Es wird Requiem genannt, weil "Requiem" das erste Wort aus der lateinischen Totenmese ist. Üblicher Weise ist der Text eines Requiems in lateinischer Sprache, Brahms vertonte jedoch einen deutschen alttestamentarischen Text, woraufhin sein Requiem als "deutsches Requiem" bekannt wurde. Der Rhythmus der Pauke in Brahms Requiem, der sich durch das ganze Stück zieht, ist der gleiche wie bei Beethovens "Schicksalssymphonie". Es macht deutlich, dass das Schicksal, der Tod, an die Tür klopft.
MTJ schreibt:
Liebe SchülerInnen, Sie dürfen gerne Ihre eigenen Höreindrücke als Kommentare anfügen!